Informationen für FIRE-Interessierte

Wir freuen uns immer über neue Teilnehmende für das FIRE-Projekt. Wenn Sie am FIRE-Projekt mitwirken wollen, müssen Sie folgende zwei Voraussetzungen erfüllen:

1. Sie sind Hausärztin/Hausarzt in der Schweiz

2. Sie nutzen eine der unten aufgeführten elektronischen Krankengeschichten

eKG-Softwarefirmen, die FIRE unterstützen

Eine Applikation für die Datenextraktion der FIRE-Daten wird von sieben Schweizer eKG-Anbietern bereitgestellt:

  • Aeskulap (Kern Concept AG)
  • E-Medicus (E-Medicus GmbH)
  • Elexis (Medelexis AG)
  • vitomed (Vitodata AG)
  • WinMed® (TMR AG)

Hersteller alternativer eKG-Softwares sind jederzeit willkommen, sich ebenfalls an dem FIRE-Projekt zu beteiligen. Grundvoraussetzung ist, dass die Software in der Lage ist, klinische Daten aus der eKG in Form einer Extended Markup Language (xml)-Datei zu exportieren.

Datenset

Das exportierte Datenset umfasst:

  • Alter und Geschlecht des Patienten
  • Vitaldaten (wie z.B. Blutdruck, Puls, Gewicht, BMI, etc)
  • Problem- und Diagnoseliste (Diagnosen kodiert mittels ICPC-2, ab 2022 auch unkodiert oder mittels ICD-10, Tessiner-Code)
  • Labordaten (wie z.B. Hb, Lc, CRP, BKS, Kreatinin, Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride, Transaminasen, Glucose nüchtern, HbA1c, PSA, etc.)
  • Medikamente (ATC-/Pharmacode) mit Dosierungen

Anonymisierung der Daten

Das FIRE-Projekt wurde von der Kantonalen Ethikkommission des Kanton Zürichs geprüft (BASEC-Nr. Req-2017-00797). Aufgrund der automatischen Anonymisierung der Daten bei der Extraktion ist ein Rückschluss auf die Patienten nicht möglich.

Damit ist der Datenschutz gewährleistet und die wissenschaftliche Datenauswertung fällt unter das Recht des FIRE-Teilnehmenden, mit den von ihm erhobenen Daten zwecks Erkenntnisgewinns aus der eigenen Arbeit zu forschen.

Codierung

Durch die ICPC-2-Codierung steigt der Wert der FIRE-Daten, weil Vitaldaten oder auch Labordaten einer Diagnose zugeordnet werden können. Weitere Informationen zur ICPC-2-Codierung.

Vorteile

Als Mitglied der FIRE Study Group erhalten Sie automatisch alle zwei Monate Feedbackreports, in denen klinik- und praxisrelevante Auswertungen Ihrer Praxisdaten zusammengestellt und den Daten der anderen (anonymisierten) teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen gegenübergestellt werden. Zudem sind Sie unter Affiliation der «FIRE Study Group» an wissenschaftlichen Publikationen beteiligt.

Haben Sie konkrete Fragen, die über die Analysen im Feedbackreport hinausgehen, können Sie jederzeit eine Anfrage an das FIRE-Team des IHAMZ stellen. Die Fragen werden schnellstmöglich beantwortet und initiieren allenfalls sogar ein neues Forschungsprojekt. Besonders Gruppenpraxen und Ärztenetzwerke werden hier mit ihren spezifischen Auswertungsbedürfnissen berücksichtigt. Natürlich stehen den FIRE-Teilnehmenden alle Publikationen, die in Zusammenhang mit FIRE stehen, zur Verfügung. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Symposien, Fortbildungen und Schulungskurse angeboten, in denen es um die wissenschaftliche Nutzbarkeit der FIRE-Datenbank und die Integration in den Alltag geht.

Anmeldung

Mit Unterzeichnung des Datenliefervertrags beauftragen Sie das Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich (IHAMZ) mit der wissenschaftlichen Auswertung der Daten. Die Daten selbst bleiben auch nach dem Export auf den FIRE-Datenbankserver Ihr Eigentum und werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Datenliefervertrag sowie eine Anleitung für den gesicherten Datenaustausch werden Ihnen bei der Anmeldung zugestellt. Damit werden Sie Mitglied der «FIRE Study Group». Eine Beendigung der Teilnahme ist jederzeit möglich.

Interesse an einer Teilnahme oder sonstige Anliegen

Wenn Interesse an einer Teilnahme am FIRE-Projekt und/oder einer ICPC-Schulung besteht, wenden Sie sich direkt an uns. Kontakt