Allgemeine Informationen

Elektronische Dokumentation und Forschung in der Hausarztmedizin

Im Jahre 2009 lancierte das Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. med. Thomas Rosemann (PhD) das FIRE-Projekt («Family medicine Research using Electronic medical records»). FIRE ist eine Forschungsdatenbank mit über 700 teilnehmenden Hausärztinnen und Hausärzten, in welcher sie uns strukturiere medizinische Routinedaten aus ihren elektronischen Krankengeschichten zur Verfügung stellen.

Bei diesen Routinedaten handelt es sich um eine in der Schweiz einzigartige und aussagekräftige Kombination (Konsultationen, Diagnosen, Vitalparameter, Labordaten, Medikamentenverordnungen), welche es erlaubt die relevante Versorgungswirklichkeit abzubilden. Auf Seiten der Hausärztinnen und Hausärzten geniesst das FIRE-Projekt ein grosses Vertrauen und verzeichnet eine stetig zunehmende Anzahl an Teilnehmenden.

Das Ziel des FIRE-Projektes ist es die Versorgungsqualität in der Hausarztmedizin abzubilden und zu verbessern. Hierzu werden die Daten aus dem FIRE-Projekt für wissenschaftliche Studien mit klinischen, epidemiologischen und versorgungsforscherischen Fragestellungen verwendet (siehe Publikationen). Zusätzlich wird im FIRE-Projekt die Versorgungsqualität laufend anhand von Qualitätsindikatoren gemessen und den teilnehmenden Hausärztinnen und Hausärzten als Informationsgrundlage für deren Qualitätsentwicklung (FIRE-Feedback-Report) zurückgespiegelt. Damit können diese Reports als Grundlage für «best-practice»-Beispiele in Qualitätszirkeln dienen und eine «bottom-up»-Qualitätsverbesserung ermöglichen.

Das FIRE-Projekt trägt in der Schweiz auf einzigartige Weise sowohl auf der Systemebene als auch auf der Praxisebene zur Versorgungsqualität bei.