Forschung

Hausärzte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Aber nicht nur das breite Spektrum der Behandlungsanlässe, von der Prävention bis zur Palliativmedizin stellt eine große Herausforderung dar. Übersehen wird oft, dass ein mathematischer Zusammenhang besteht zwischen der Vorhersagekraft eines bestimmten diagnostischen Testes und dem Vorhandensein (der Prävalenz) der zu testenden Erkrankung. Das Identifizieren schwerer Erkrankungen unter harmlosen Behandlungsanlässen ist daher ungleich anspruchsvoller als im Umfeld einer Spezialistenpraxis oder gar eines Spitals.

Chronisch Kranke oder vielfach kranke Patienten sehen sich zudem mit einem zunehmend fragmentierten Gesundheitssystem konfrontiert. Hier leisten Hausärzte in der medikamentösen Therapie eine Priorisierungsfunktion, die v.a. die Lebensqualität des Patienten im Auge hat. Zugleich sind sie Lotse und vertrauensvoller Begleiter im Gesundheitssystem.

Obgleich es zahlreiche Belege für den positiven Beitrag zur qualitativ hochwertigen und Ressourcen schonenden Versorgung der Bevölkerung durch die Hausarztmedizin gibt, existiert immer noch ein massives Missverhältnis aus Daten zur klinischen Forschung und Daten zur Versorgungsforschung in der Primärversorgung.

Die Forschungsvorhaben des Institutes für Hausarztmedizin, die ausgehend von einer Kerngruppe forschungsinteressierter Hausärzte in einem großen Netz von Hausarztpraxen stattfinden, versuchen dieses Missverhältnis zu verbessern.