Evidenzsynthese
Evidenzsynthese ist ein zentraler Bestandteil einer hochwertigen, patientenzentrierten Gesundheitsversorgung und bildet eine wichtige Grundlage für klinische Entscheidungsfindung, Leitlinienentwicklung und Gesundheitspolitik. Durch die systematische Identifikation, Bewertung und Zusammenführung bestehender Forschung trägt sie dazu bei, den aktuellen Wissensstand zu klären und relevante Forschungslücken aufzuzeigen.
Für die komplementäre und integrative Medizin ist Evidenzsynthese aufgrund der Heterogenität von Interventionen, Endpunkten und Studiendesigns von besonderer Bedeutung. Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Weiterentwicklung methodischer Ansätze der Evidenzsynthese, insbesondere bei der Zusammenstellung der Evidenz komplexer und multimodaler Interventionen.
In diesem Rahmen erforschen wir auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um Prozesse der Evidenzsynthese wie Literatur-Screening, Datenextraktion und Evidenz-Mapping zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Dabei untersuchen wir sowohl das Potenzial als auch die Grenzen KI-gestützter Verfahren mit dem Ziel, Effizienz, Transparenz und methodische Strenge zu verbessern.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Berücksichtigung von Sex- und Genderaspekten in der Evidenzsynthese.
Durch eine methodisch fundierte und innovationsorientierte Evidenzsynthese leisten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung der komplementären und integrativen Medizin und unterstützen eine personalisierte, inklusive und evidenzbasierte Gesundheitsversorgung.