Hausarztmedizin an der Universität Zürich

Das Institut hat die Aufgabe, die Studierenden an der medizinischen Fakultät mit der Arbeit und den Aufgaben des Hausarztes, der Hausärztin vertraut zu machen. In der Forschung werden innovative Ansätze in Diagnostik und Therapie untersucht, die darauf abzielen, die Lebensquantität und Lebensqualität von Patienten in der Grundversorgung zu verbessern.

Copyright UniversitätsSpital Zürich, Foto IMO

Frauenpower am Institut: Habilitation und PhD

Die Förderung von Forscherinnen liegt uns besonders am Herzen, daher ist es eine grosse Freude, dass mit Yael Rachamin bereits die zweite PhD-Kandidatin in 2021 erfolgreich abgeschlossen hat und mit Prof. Dr. Dr. Kerstin Vokinger bereits die dritte Habilitation am Institut in diesem Jahr durch eine Frau erfolgte. Fast zeitgleich ist auch die zweite JAMA Oncology Arbeit von Prof. Vokinger erschienen, der auch die NZZ einen ausführlichen Beitrag widmet.  

JAMA Oncology_ Analysis of Launch and Postapproval Cancer Drug Pricing, Clinical Benefit, and Policy Implications in the US and Europe

Teure Pillen - selbst wenn sie kaum wirken

Unnütze oder schädliche Abklärungen und Behandlungen

Ein Produkt unserer Forschung zu Unter- und Fehlversorgung hat grosse mediale Aufmerksamkeit erregt: Vom Verein «Smarter Medicine» wurde eine neue Liste von fünf Interventionen publiziert, auf die besser zu verzichten sei, weil sie unnütz oder sogar schädlich sind. Für diese neue Liste der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) hat ein Forscherteam des Instituts unter Leitung von Prof. Neuner-Jehle die Grundlagen erarbeitet, mittels einer Studie mit über 1'000 Schweizer Hausärzt*innen.

Auf der Liste finden sich so aktuelle Themen wie der Verzicht auf Vitamin D-Messungen oder auf Statine (Cholesterinsenker) im Alter, bei Menschen ohne entsprechende Vorerkrankungen. Aber auch Eisenbehandlungen, unnötige MRI-Untersuchungen oder Check-up’s werden thematisiert.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite von Smarter Medicine und in einem Artikel der Schweizerischen Ärztezeitung:   https://www.smartermedicine.ch

https://saez.ch/article/doi/saez.2021.19746

Sehen Sie dazu auch den Beitrag der TV-Sendung «Puls» vom 26. April 2021: https://www.srf.ch/news/schweiz/umstrittene-therapien-sind-wir-uebertherapiert

Die Tagespresse hat das Thema ebenfalls aufgegriffen und hat mit unserer fachlichen Unterstützung elf Empfehlungen aus den Smarter Medicine-Listen übersichtlich zusammengestellt:

https://interaktiv.tagesanzeiger.ch/2021/therapien-von-denen-aerztinnen-und-aerzte-abraten/

 

Checkup - Sinn und Unsinn

Am 7. April 2021 fand die Veranstaltung «Check-Up, Sinn und Unsinn» am USZ statt, über 200 virtuelle Teilnehmende verfolgten die vier spannenden Beiträge von Prof. Meier, Prof. Suter, Prof. Neuner-Jehle und Prof. Rosemann. Hier können Sie die Vorträge nochmals ansehen: Video Vorträge Checkup - Sinn und Unsinn

Zwei Habilitationen und eine neue Professorin

Das Team des Instituts freut sich über zwei neue Habilitationen: Frau Dr. Carola Huber hat sich nach erfolgreichem Probevortrag an der Medizinischen Fakultät habilitiert und wurde zur Privatdozentin ernannt. Frau PD Dr. Eva Blozik wurde an die Medizinische Fakultät Zürich umhabilitiert und zudem zur Titularprofessorin ernannt. Wir freuen uns über soviel Womenpower und gratulieren ganz herzlich!

Young Sonographers Zürich

Das Institut für Hausarztmedizin unterstützt eine Initiative der «Young Sonographers Zürich» für ein neues extracurriculäres Ausbildungsprogramm in Zürich, das universitätsübergreifend (UZH und ETH) interessierten Studierenden die Möglichkeit gibt, einen SGUM-konformen Sonographie-Grundkurs abzulegen.

Der Kurs basiert auf einem Modell, das in Bern entwickelt und etabliert wurde. Auf der Basis des ‘Blended Learning’ umfasst der Kurs 5 E-Learning Module und anschliessenden 16 Peer-to-peer Lektionen durch Studenten für Studenten. Zum erfolgreichen Kursabschluss legen die TeilnehmerInnen eine OSCE-Prüfung ab, an der auch engagierte Hauszärztinnen und Hausärzte mit dem Fähigkeitsausweis ‘Abdomen-Ultraschall’ als Prüfer fungieren. Die erste Prüfung findet (Corona-konform) am 20.08.2020 statt. Der nächste Termin ist für Februar 2021 vorgesehen.

Thromboembolien bei COVID-19: Aufruf zur Teilnahme an der OVID Studie

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Auch wenn momentan die Infektionszahlen tief sind, wird uns «Corona» noch längere Zeit beschäftigen, zunehmend auch in der Hausarztmedizin, weil hier nun die Mehrzahl der Testungen durchgeführt werden. Wie Sie sicher der Fachpresse und den Medien entnommen haben, treten bei vielen Patient*innen thromboembolische Ereignisse auf. Im Tessin wurde daher den Hausärzt*innen empfohlen, allen Patienten eine Thromboseprophylaxe durchzuführen. Ob sich dadurch wirklich schwere Verläufe und Todesfälle bei COVID-19 verhindern lassen, ist aber unklar und nur durch eine randomisierte Interventionsstudie zu klären. Prof. Nils Kucher, Direktor der Klinik für Angiologie am USZ, hat eine landesweite Studie («OVID») initiiert, die genau dies untersucht: Positiv getesteten Patienten soll hier Enoxaparin (40mg/d) für 14 Tage verabreicht werden und gegen Placebo getestet werden. Das Institut für Hausarztmedizin ist Partner in dieser Studie, da wir zum einen überzeugt sind, dass dieser vielversprechende Therapieansatz untersucht werden sollte, zum anderen zeigt es erneut die Bedeutung der Hausarztmedizin in diesem Kontext, denn die meisten ambulant behandelten Patienten werden mittlerweile bei uns getestet und begleitet.

Wir möchten Sie daher bitten, sich an dieser Studie zu beteiligen. Der Aufwand ist denkbar gering: wird ein Patient positiv auf SARS-Cov-2 getestet, soll er mit der Hotline unter 043 253 03 03, (8.00-18.00 Uhr) Kontakt aufnehmen. Alternativ können auch Sie ihn dort anmelden, wenn er zustimmt. Natürlich ist die Teilnahme, respektive die im Rahmen der Studie abgegebenen Präparate, für den Patienten kostenlos. Für Sie entsteht im weiteren Verlauf der Studie kein zusätzlicher Aufwand.

Die Patienten bleiben natürlich in ihrer hausärztlichen Betreuung, sie werden vom Studienzentrum nur telefonisch kontaktiert und nach ihrem Befinden befragt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Informationsblatt unter dem Link http://www.ctc.usz.ch/forschung/studien/seiten/ovid-studie.aspx

SRF Puls Sendung zu Thromboembolien bei COVID-19: https://www.srf.ch/news/schweiz/wirkung-wird-untersucht-blutverduenner-fuer-covid-patienten

 

Aktuelle News und Hilfe aus dem Institut für Hausarztmedizin zu SARS CoV2 finden Sie in diesem Videobeitrag:

Neue Guidelines zum chronischen Coronarsyndrom

Die neuen ESC Guidelines zur Dyslipidämie, respektive zum chronischen Coronarsyndrom gehen mit deutlich veränderten Empfehlungen einher, sowohl was die Lipidzielwerte anbelangt, als auch was das diagnostische Vorgehen beim CCS anbelangt. Die Guideline Gruppe des Instituts hat unter Leitung von Dr. Andrea Rosemann diese Revisionen umgehend aufgegriffen und in die neue GL zum chronischen Coronarsyndrom einfliessen lassen.

Guidelines zum chronischen Coronarsyndrom

 

Erfolgreiche EurOOHnet-Konferenz in Zürich

Am 23. und 24. Mai begrüsste das IHAMZ Hausärzt/Innen und Forscher/Innen aus sieben europäischen Ländern zum 9. EurOOHnet-Kongress. EurOOHnet ist ein europäisches Forschungs-Netzwerk mit einem speziellen Fokus auf die hausärztliche Notfallversorgung (out-of-hours care). Nebst der Präsentation von aktuellen Forschungsresultaten wurden auch zukünftige Forschungsprojekte erarbeitet. Zudem fand eine Besichtigung am Stadtspital Waid statt, wo Hausärzt/Innen der Stadt Zürich in der integrierten Notfallpraxis ihren Notfalldienst leisten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren äusserst positiv.

EurOOHnet Kongress 23. -24. Mai 2019, Zürich

Dr. med. Dr. iur. Kerstin Noëlle Vokinger erhält Ruf auf Professur

Kerstin Noëlle Vokinger hat den Ruf auf die Assistenzprofessur für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung an der Rechtwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich erhalten. Dies ist ein grosser Erfolg für die gerade einmal 30-Jährige, die ein abgeschlossenes Jura- und Medizinstudium vorzuweisen hat. Der Ruf honoriert die eindrucksvolle wissenschaftliche Karriere, in der sich Frau Vokinger bereits als Spezialistin in ihrem Fachgebiet in der Schweiz etabliert hat. Das IHAMZ freut sich, dass Dr. Dr. Vokinger weiter eng in den medizinischen Themen mit uns zusammenarbeiten wird und Teil des Forscherteams bleibt!

KHM Forschungspreis für Dr. Stefan Markun

Neben seiner Beförderung zum Oberarzt gibt es für Dr. Stefan Markun ganz aktuell noch einen zweiten Grund zum Feiern: Er wurde mit dem renommierten mit 25.000.- CHF dotierten KHM Forschungspreis für seine Arbeit «Care in Chronic Obstructive Lung Disease (CAROL): a Randomised Trial in General Practice” ausgezeichnet.

Die Preisverleihung wird an den KHM Kongressen am 13.06.2019 in Lausanne und am 27.6.2019 in Luzern erfolgen.

Wir gratulieren herzlich!

Dr. Stefan Neuner-Jehle erhält Ruf auf Assistenzprofessur

Dr. Stefan Neuner-Jehle hat den Ruf auf die Assistenzprofessur für chronische Krankheiten und Multimorbidität am IHAMZ der UZH erhalten. Dies ist ein grosser Erfolg und krönt eine Laufbahn in der er ambulante internistische Tätigkeit und langjährige erfolgreiche Forschung und Drittmitteleinwerbung erfolgreich kombiniert hat. So leitet er aktuell neben «Deprescribing» Projekten insbesondere das umfangreiche SNF-Projekt «Hospital Discharge». Das gesamte Team gratuliert zu dem Erfolg und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Prof. Neuner-Jehle.

Gesundheitskompetenz im Kanton Zürich

Individuelle Gesundheitskompetenz ist eine zunehmend wichtigere Fähigkeit, damit Menschen kompetent über ihre Gesundheit und im Krankheitsfall entscheiden können.

Die Gesundheitsdirektion Zürich lanciert dazu das Projekt «Gesundheitskompetenz». Prof. Dr. Thomas Rosemann unterstützt im Patronatskomitee nachdrücklich diese wichtige Initiative für das Wohle der PatientInnen und der ganzen Bevölkerung.

 

Gesundheitskompetenz Zürich_Medienmitteilung (PDF, 163 KB)

Was ist Gesundheitskompetenz ? (PDF, 144 KB)

Programm "Gesundheitskompetenz Zürich" (PDF, 144 KB)

Statements der Patronatsmitglieder (PDF, 226 KB)

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