Jesús López-Alcalde koordiniert seit 2020 die Evidenzsynthese-Projekte des Lehrstuhls. Er studierte Medizin an der Universidad Autónoma de Madrid und absolvierte einen Master in Public Health an der Escuela Nacional de Sanidad in Madrid. Er ist Facharzt für Präventivmedizin, Epidemiologie und Public Health und hat seine Promotion an der Universitat Autònoma de Barcelona (Spanien) im April 2026 abgeschlossen.
Bevor er an den Lehrstuhl in Zürich kam, war er in verschiedenen Funktionen in der Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien und in der Durchführung systematischer Reviews tätig. Er arbeitete in der Health Technology Assessment Unit der Regierung von Madrid sowie am Joint Research Centre der Europäischen Kommission in Italien. Seit 2016 ist er zudem Direktor des Cochrane Associate Centre Madrid und hat zu internationalen Initiativen der Evidenzsynthese beigetragen, darunter die Iberoamerican Evidence Synthesis Unit und die WHO COVID Rapid Review Group.
Am Lehrstuhl wirkt er an der Konzeption, Koordination und Umsetzung von Forschungsprojekten mit, die KI in der Evidenzsynthese einsetzen. Seine Arbeit umfasst systematische Reviews, Evidence-and-Gap-Maps, Meta-Analysen, partizipative Projekte, Konsensverfahren, Core Outcome Sets sowie die Identifikation methodischer Herausforderungen in der Forschung zu digitalen Gesundheitsinterventionen. Zudem koordiniert er das Cochrane Complementary Medicine Satellite, das am Lehrstuhl angesiedelt ist.
Ein besonderes Anliegen ist ihm der verantwortungsvolle Einsatz von KI in der Evidenzsynthese. Er koordiniert das vom SNF geförderte Projekt «AI to Advance Sex/Gender Analysis in Evidence Synthesis» im Rahmen des NFP 83 «Gender Medicine and Health». Seine zentralen Forschungsinteressen umfassen KI für eine inklusive Evidenzsynthese, Geschlecht und Gender in der klinischen Forschung, digitale Gesundheitsinterventionen sowie komplementäre und integrative Medizin. Darüber hinaus interessiert er sich für methodische Innovation, interprofessionelle Zusammenarbeit und die Erarbeitung von Forschungsergebnissen, die für Forschende, Health Professionals, Betroffene und die Öffentlichkeit relevant sind.